Die Dirigentin Simone Young: "Nennt mich nicht Maestra"
Produktionsland
AUS, D
Produktionsdatum
2023
Info, Menschen
Die Australierin Simone Young hat es mit Entschlossenheit und Taktstock an die Spitze der immer noch männerdominierten Dirigentenwelt geschafft und rund um den Globus die bedeutendsten Bühnen – ob New York, London, Paris, Berlin oder Wien – erobert. Nach Jahrzehnten in der Champions League des internationalen Musikbetriebs hat sie den Trubel um ihren "Frauentitel" allerdings mittlerweile satt. 2022 kehrte die Australierin mit großer Freude als erste Chefdirigentin des Sydney Symphony Orchestra in ihre Heimatstadt zurück. Eine inspirierende, brillante Künstlerin, die ihre Karriere am Pult mit Musikalität, Witz und Verve verfolgt hat – obwohl ihr als Mädchen, das am Manly Beach in Sydney aufwuchs, so dringlich davon abgeraten worden war. Mit eisernem Willen war sie immer wieder diejenige, die als Erste gläserne Decken in der Männerbastion der Taktstockgiganten durchbrochen hat. Als erste Frau gab sie bei der Wiener Staatsoper und den Wiener Philharmonikern den Takt an, zahllose Preise markieren ihren Weg zum umjubelten Star der Opern- und Konzertwelt. Im Filmporträt zeigt sich die sonst so tatkräftige Simone Young in der Corona-Zeit zerbrechlich wie nachdenklich und führt das Fernsehpublikum in ihr heimliches Refugium: einen Strickladen, in dem sie sich den wahren Herausforderungen ihres Daseins stellt.