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Protest gegen das AKW Kaiseraugst - Revolution in der Energiepolitik
Info, Gesellschaft + Soziales • 04.04.2025 • 01:10 - 02:00
Gesprengter Informationspavillon des AKW Kaiseraugst 1979
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Vollversammlung auf dem besetzten Gelände in Kaiseraugst 1975
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Der ehemalige Besetzer Peter Scholer auf dem Gelände des nie gebauten AKW-Kaiseraugst
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Besetzer Peter Scholer im Interview mit dem Schweizer Fernsehen
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Originaltitel
Protest gegen das AKW Kaiseraugst - Revolution in der Energiepolitik
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
2025
Info, Gesellschaft + Soziales
Fünfzig Jahre später erinnern sich Befürworter und Gegnerinnen des geplanten Atomkraftwerks an die elfwöchige Besetzung - und den darauffolgenden jahrzehntelangen Kampf gegen die Kernkraft. Dabei stellen sie sich auch die Frage, welche Mittel im Kampf für ein "gerechtes" Anliegen zulässig sind. Während die meisten Aktivistinnen und Aktivisten nach der illegalen Besetzungsaktion auf gewaltfreiem und demokratischem Weg den Bau von AKWs bekämpften, radikalisierte sich ein Teil der Bewegung. Mit Dutzenden Brand- und Bombenanschlägen gegen Vertretende der Stromkonzerne, versuchten militante Kernkraftgegner, das Atom-Aus herbeizubomben. Einer der damaligen "Ökoterroristen" - der kürzlich verstorbene Giorgio Bellini - erklärt im Film, warum er Sabotageakte als legitimes Mittel im Kampf gegen die verhasste "Atomlobby" betrachtete. Mit packendem Archivmaterial lässt der Film die Geburtsstunde der modernen Schweizer Umweltbewegung lebendig werden. Fünfzig Jahre nach der Besetzung von Kaiseraugst AG wird wieder laut über den Bau neuer Atomkraftwerke nachgedacht. Der Blick zurück ist deshalb hochaktuell. Erstausstrahlung: 03.04.2025