Tanke für gar nichts: Irankrieg sorgt für Spritklau-Anstieg Es ist kein völlig neues Phänomen, aber es gibt gerade ein neues Hoch: Die Tanks von Lastwagen, Baumaschinen und Privat-Pkw werden aufgebrochen und der darin befindliche Treibstoff abgepumpt. Die Polizei in Bayern beobachtet eine Zunahme der Taten. Die Aufklärungsquote ist gering, denn selten gelingt es, Täter auf frischer Tat zu ertappen. Für Pendler bedeutet das ein mulmiges Gefühl, wenn sie ihr Auto auf einem schlecht beleuchteten Parkplatz abstellen. Für Lkw-Fahrer steht womöglich sogar die Gesundheit auf dem Spiel: Betroffene berichten, vor dem Diebstahl betäubt worden zu sein - die Polizei hält das für plausibel. Sorgt der Krieg im Nahen Osten also für eine Zunahme der Gefahren an bayerischen Parkplätzen? Energie-Sharing als Nachbarschaftshilfe: Hast Du mal n' Watt? Am Land oder in Vierteln mit gelebter Nachbarschaftskultur ist die Logik vollkommen klar: Wird ein Rohstoff - in dem Fall Eier, Milch, Butter - knapp, dann klingelt man beim Nachbarn und fragt, ob er oder sie aushelfen könne. Weltkriege, Mangelwirtschaft und andere Krisen wurden in Deutschland auch Dank der nachbarschaftlichen Tausch- und Leihkultur überstanden. Schade, dass uns das in der aktuellen Energiekrise rein gar nichts bringt. Oder? Nun, es gibt unter anderem einen emeritierten Professor in Oberbayern, der sagt: Energie lässt sich sehr wohl auch privat in der Nachbarschaft teilen - im Grunde wie Eier, Milch und Butter. Nur braucht man dazu erneuerbare statt fossiler Energie und womöglich eine ausgeprägte Reformbereitschaft des Gesetzgebers. Zukunft mit Behinderung: Der Arbeitsmarkt hat ein Inklusionsproblem Die Erkenntnis kommt nicht überraschend: Junge Menschen mit Behinderung haben genau wie solche ohne Behinderung Träume für ihre berufliche Zukunft. Und: Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung an einer für sie passenden Stelle eingestellt haben, berichten begeistert von motivierten, bereichernden Mitarbeitenden. Was allerdings überrascht: Trotz positiver Einstellung und Erfahrung auf beiden Seiten und trotz gesetzlicher Verpflichtung Menschen mit Behinderung ab einer gewissen Betriebsgröße einzustellen, zeigt die Statistik: Es klappt viel zu selten. quer und die Frage: Wieso werden Menschen mit Behinderung bei der Arbeit behindert? Denkmal oder Bruchbude? Lauben reißt den Landgasthof ab Der Streit ist so alt, er könnte selbst unter Denkmalschutz stehen: Seit fast zehn Jahren diskutiert Lauben im Oberallgäu, was mit dem leerstehenden 630 Jahre alten Gasthaus "zum Löwen" im Ortskern passieren soll. Hoffnung auf eine Reaktivierung hatte der Bürgermeister längst nicht mehr, stattdessen stiegen die Kosten: Wintersicherung, Verkehrssicherheit, und jedes Jahr wäre ein Abriss noch teurer geworden. Nun wurde der Gasthof abgerissen. Ein Frevel, finden Denkmalschützer, die extra aus München angereist waren, um den Abriss doch noch zu stoppen. Die Frage ist nur, was mit dem geschichtsträchtigen Gebäude sonst hätte passieren sollen. Womöglich wird in Lauben nur das Symptom einer Entwicklung bekämpft, die vor Jahrzehnten begonnen hat: Das Sterben traditioneller Ortskerne.